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Goldbergbau und Neuregulierungen (sub)nationaler Räume in Afrika (B06)
Fachliche Zuordnung
Afrika-, Amerika- und Ozeanienbezogene Wissenschaften
Förderung
Förderung von 2016 bis 2019
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 266371360
Die wachsende Nachfrage nach Gold in Folge der jüngsten globalen Finanzkrise führt zur Übernahme neuer Raumformate und dem Wandel bestehender Raumordnungen in den sich an Marktbedingungen anpassenden Förderländern. Extraktive Enklaven treten in Konkurrenz zu anderen Raumformaten wie traditionellen Patronage-Beziehungen, Nationalstaaten und transnationalen Organisationen. Dabei - so die Hypothese - ist die Handlungsmacht der auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen verorteten afrikanischen Akteure gegenüber einem global organisierten Kapital heute weitreichender, weil sie sich auf global zirkulierende Vorstellungen von Entwicklung, Ressourcenverwaltung oder Rechte beziehen und sich strategisch mit transnational agierenden Organisationen vernetzen oder vor Ort zum Mittel der Gewalt greifen können. Das ethnologische Projekt untersucht diese Prozesse empirisch und vergleichend am Beispiel von Mali und Burkina Faso.
DFG-Verfahren
Sonderforschungsbereiche
Antragstellende Institution
Universität Leipzig
Teilprojektleiterin
Professorin Dr. Katja Werthmann