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Charakterisierung polarer Brandfolgeprodukte

Antragsteller Dr. Hubertus Wichmann
Fachliche Zuordnung Analytische Chemie
Förderung Förderung von 2010 bis 2012
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 161322444
 
Im Umfeld des Menschen sind vielfältige Verbrennungsprozesse anzutreffen, die z.B. vom Kaminfeuer über Müllverbrennung bis hin zu Brandunglücken reichen. All diese Verbrennungen verlaufen mehr oder weniger unvollständig. Zahlreiche Reaktionen führen so zu einer großen Vielfalt chemischer Verbindungen, die als Brandfolgeprodukte emittiert werden. Diese Feststellung wird als „Trace Chemistry of Fire“-Hypothese bezeichnet. Bisher wurde sie analytisch vornehmlich durch die Anwendung der Gaschromatographie bestätigt. Dies bedeutet jedoch die Erfassung einer begrenzten Fraktion von Substanzen, die eben GC-gängig sind und die zumeist Molekülmassen kleiner 900 dalton aufweisen. Ziel des Projektes ist es nun, das Wissen um Brandfolgeprodukte mit Hilfe der kombinierten Anwendung moderner Analysentechniken, u.a. LC/MSn, in bisher nahezu unbekannte Bereiche hinein, d.h. polarere Verbindungen und auch höhere Molekülmassen, zu erweitern. Hierfür ist es beabsichtigt, gut definiertes Probenmaterial zu erzeugen bzw. zu sammeln, Screening-Analysen zur Substanzidentifizierung durchzuführen, die Messergebnisse in Form eines Stoffregisters zu dokumentieren und Einschätzungen beispielsweise hinsichtlich möglicher Reaktionswege, Häufigkeiten und Quantitäten, Stoffeigenschaften sowie des toxikologischen Potentials zu treffen.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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